Sprachrohr für oppositionell Denkende
##### Sprachrohr für oppositionell Denkende
Kleine Umfrage bei der Fraktionssitzung der FGL.
"Habt Ihr die AZW gelesen, und wie habt Ihr sie wahrgenommen? Welchen Stellenwert hat für Euch Gegenöffentlichkeit? Welche Relevanz hat für Euch in dieser Hinsicht die AZW?" - so lautete die telefonische Nachfrage einer AZW-Mitarbeiterin an die StadträtInnen der Freien Grünen Liste während ihrer Fraktionssitzung am 4. Dezember. Flexibel wurde sogleich ein Brainstorming als Punkt in die Tagesordnung eingeschoben. Unter lebhafter Beteiligung war folgendes Meinungsbild beim Ideenregen zusammengekommen:
Gelesen wurde die AZW regelmäßig, da kommunalpolitisch immer relevante Artikel erschienen seien. Weder die Länge der Artikel noch deren Ausführlichkeit wurden bemängelt. Bedauert wurde dagegen, daß die "Alle Zwei Wochen" nicht stark genug in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten sei, was für ein Gegenöffentlichkeits-Medium unabdingbar wäre. Daß Gegenöffentlichkeit total wichtig wäre, dafür sprachen sich alle Anwesenden aus.
Inhaltlich lag die Hauptkritik an der mangelnden Breite des angesprochenen Spektrums. Über eine größere Themenvielfalt wie zum Beispiel auch kritische Kulturpolitik hätten womöglich mehr Menschen angesprochen werden können. Das hätte eine breitere Auseinandersetzung gefördert. Einige störten sich an einseitiger Linkslastigkeit einiger Artikel. Natürlich sei es wichtig, linke Positionen rüberzubringen, aber so, daß sie auch gelesen würden. Wenn trocken und dogmatisch serviert, sei die Chance dafür nicht besonders günstig. Es wäre sehr bedauerlich, wenn AZW wegfiele. Denn dann gäbe es nur noch eine rechte Öffentlichkeit zum Südkurier in Form der Rundschau.
Ebenfalls telefonisch befragt, fand Bärbel Köhler die AZW total wichtig, weil man da was unterbringen konnte, was einem am Herzen lag und oppositionell Denkende ein Sprachrohr hatten. Es wäre sehr bedenklich, wenn diese Möglichkeit wegfiele.
Ulla