"Eine Kartei für alle Fälle"
„Eine Kartei für alle Fälle Bei der Lektüre des Südkuriers vom 26.9. mußte ich mit Verblüffung zuid Kenntnis nehmen, daß die Vermieter von studentischem Wohnraum immer noch große Schwierigkeiten haben, ihre Zimmer loszuschlagen, und das trotz der anhaltenden Knappheit an Wohnraum. Diese armen Menschen von Vermietern! Meldeten sie bisher beim Studentenwerk ein freies Zimmer oder eine freigewordene Wohnung, so wurden sie anschließend von der Wucht der Interessentinnenlawine geradezu überrollt. Zeitraubende Gespräche mit jedem Zimmersuchenden waren angesagt, und meist fehlte bei den Bewerbern dann doch die eine oder andere gute Eigenschaft, wie z.B, Bonität. Nichtraucherin, Wochenendheimfahrerin, Autofahrerin etc. Nach Abfertigung der zimmersuchenden Horden, blieb den Vermietern nur noch festzustellen: „Mein Wunschstudent bzw. meine Wunschstudentin war leider nicht dabei. Den ganzen! Film nochmal abziehen habe ich echt keine Böcke mehr. Lieber lasse ich das Zimmer leerstehen." Auch dem Studentenwerk blieb die echt heavy Situation der Vermieter nicht verborgen. Außerdem muß ja der vorhandene Wohnraum so gut wie möglich ausgeschöpft werden, wenn schon keine Wohnungen in ausreichender Menge neu gebaut werden können. „Was also tun?", sprach das Studentenwerk. Es legte zwei Kartotheken an: in der einen sind die Vorstellungen der einzelnen Studentinnen registriert, in der anderen werden die Vermieterwünsche erfaßt. Sind nun die Wünsche eines Wohnungssuchenden Studenten mit dem Anforderungsprofil eines Vermieters kongruent, so kann Jas Studentenwerk endlich seine segensreiche Vermittlungstätigkeit entfalten. Der Vermieter erhält schon mit der ersten Bewerbung seinen Wunschstudenten, es gibt einen Wohnungssuchenden Menschen weniger und zumindest für die beiden ist .illes Paletti. - (anw)