Farbe bekennen! Den Wahlkampf der Sandinisten unterstützen
Am 25. Februar 1990 werden in Nicaragua Präsidentschafts- und Par lamentswahlen stattfinden. Die in der U.N.O. (Union Nacion.nl Opositora) zusammengeschlossenen Rechtsparteien werden f iir diese Wahlen jede nur erdenkliche Unterstützung der finanzkräftigen „Demokraten" aus Washington, Miami und Bonn erhalten. Die FSLN braucht deshalb die Unterstützung und materialle Hilfe der internationalen Solidaritätsbewegung für ihren Wahlkampf gegen Rechts. Das Ende der 40-jährigen Diktatur Somozas war der Anfang eines revolutionären Prozesses in Nicaragua, den die Bevölkerung mit 'Tausenden von Toten in den letzten Jahren gegen die Contra verteidigt hat. Eine ruinierte Wirtschaft und internationaler Boykott sind der Preis für Nicaraguas Versuch, sich von imperialistischer Ausbeutung und Unterdrückung zu befreien, und sich dem US-Einfluß zu entziehen. Es ist der sandinistischen Revolution gelungen, eine Agrarreform und eine Alfabetisierungskampagne durchzuführen, ein Erziehungs- und Gesundheitswesen für die Armen aufzubauen, die Bevölkerung für ihre eigenen Interessen zu organisieren und Formen direkter Demokratie zu entwickeln.
Nachdem die US-Strategie, die sandinistiche Revolution durch den Contra Krieg zu zerstören gescheitert ist, versucht die Regierung der Vereinigten Staaten nun, ihrem Ziel aufpolitischem Wege näher zu kommen. Mit dem Aufbau des Parteien Bündnisses U.N.O. ist es den USA gelungen, die Contra in ein nationales Oppositionsbündnis zu integrieren. Mit offenen und verdeckten Aktionen arbeiten die USA nun an der legalen Machtübernahme der Contra bei den Wahlen. Am 29.6.89 ermächtigte der US-Kongreß den CIA, verdeckte Aktionen währ end des Wahlkampfesilrrrch zuführen und verabschiedete 3,5 Mio. US-Dollar zur Unterstützung der rechten Oppositionsparteien. Das CIA-nahe National Endowment für Democracy kanalisiert diese Gelder, baut damit verdeckte und offene Parallelstrukturen zum Obersten Wahlrat auf und fürht den Wahlkampf der Rechten. Die Bundesregierung boykottiert die sandinistiche Revolution seit langem. Bereits die sozial-liberale Koalition stellte 1982 die Entwicklungshilfe ein, die Wende-Regierung fror sie endgültig ein. Während sie in klarer Übereinstimmung mit den USA immer neue Beweise der „Demokratisierung" von den Sandinisten verlangt, folgt sie erneut der US-Strategie. Die parteinahen Stiftungen der Regierungskoalition sponsern über „entwicklungspolitische Vorhaben" mit Geldern der Bundesregierungen das politische Umfeld des Rechtsbündnisses U.N.O. Die CDU-nahe Adenauerstiftung transferiert seit Jahren Gelder an die „Innere Front" der Contra... Ein Großteil der Günstlinge der CDU gehörten zum derzeitigen Unterstützernetz der U.N.O. über die die US-Regierung und ihr nahestehende Einrichtungen die verdeckte Wahlhilfe an den Rechtsblock kanalisieren. (Bundesweiter Aufruf der Solidaritätsbewegung)