Heft 4 vom 20.11.1989
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2026-04-12
Gebührenerhöhung die X-te
Von jüg
Ort Konstanz
- Der neueste Beschluß aus dem Hause
Eickmeyer & Co: Die Preise für Abwasser sollen drastisch steigen. Am 6.
November hoben bis auf die FGL-Vertreter (sie enthielten sich) alle Fraktionen im Finanzausschuß die Hand
für diesen Plünderplan der Stadt. Um
15,5% sollen die Preise für Abwasser
auf 2,60 DM pro Kubikmeter nach
oben klettern. Die Verwaltung will der Bevölkerung so 1,7 Mio. DM mehr abverlangen. Begründung: Erwartete
Mehrausgaben für die Abwasserentsorgung in den kommenden Jahren. Im Ausschuß schluckten diese Begründung alle Fraktionen widerspruchslos;
Schöner von der SPD gab gar seiner
Erwartung Ausdruck, der Abwasserpreis werde sich erst bei 4 DM einpendeln, wegen zu erwartender Investitionen. Die CDU wollte sich sozial geben, heraus kam der Ratschlag, künftig Trinkwasser zu sparen. Gegen solche Vorstellungen ist es nötig, daß das
Kostendeckungsprinzip angegriffen
wird. Das erlaubt den Verantwortlichen nämlich, die Lohnabhängigen
nicht nur um immer mehr Steuern zu
erleichtern, sondern sie zusätzlich
mittels Gebühren auszuplündern.
- (lüg)