Heft 5 vom 04.12.1989 scan 2026-04-12

Offener Brief an OB und Gemeinderat



  • 15 Organisationen richteten an den Oberbürgermeister und den Gemein­derat Wegen der vom „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" für den Volktrauertag erneut geplanten „Feierstunde" einen Offenen Brief, in dem es u.a. heißt: „Wir richten an die * Mannheimer Stadtverwaltung folgende Forderun­ gen:
  • Der Volkstrauertag ist kein Tag der militaristischen Traditionspfle­ge. sondern ein Tag der Trauer um alle Kriegsopfer. Deshalb muß die Ausgestaltung der Feierlichkeiten am Volkstrauertag einen eindeutig zivilen charakter erhalten.
  • Die Ausgestaltung des Volkstrauertages sollte nicht mehr allein dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) übertragen werden.
  • Antifaschistische und demokrati­sche Gruppierungen müssen das Recht erhalten, an der Ausgestal­tung des Volkstrauertag aktiv mitzu­wirken.
  • Die Trauerfeier am Volkstrauer­tag sollte an einen Ort verlegt wer­den, der nicht wie der bisherige stark durch die NS-Vergangenheit belastet ist." Unterstützer des Briefes: BDKJ, Ev. Jugend, Mannheimer Arbeits­kreis für Frieden und Abrüstung, Friedensinitiative Feudenheim, Stadtjugendring, Falken, Antifaple­num, Kneipenkollektiv Pumuckel, Volksfront, DFG/VK, VVN, Juso. Grüne, VSP, DKP).