Heft 6 vom 18.12.1989 scan 2026-04-12

"Büro Eyermann" will 22% mehr Miete



  • Der Ex-NPD-Mann Eyermann, frühe­res Gemeindcratsmitglied für die re­aktionäre „Bürgergemeinschaft Konstanz" und Rechtsanwalt, lebt unter anderem davon, Mietzins einzutreiben
  • und das nicht zu knapp. So versucht das „Büro Eyermann Hausverwaltun­gen" einem Ehepaar, das seit 1985 in einer Wohnung des Eyermannschen Büros logiert, drastisch die Miete zu erhöhen. Statt wie bisher 259,50 DM sollen sie von 1990 an 303,50 DM be­zahlen, eine Mieterhöhung um sage und schreibe 22%. „Nach der Vor­schrift des § 2 MHG kann ein Mietzins immer dann erhöht werden, wenn er seit einem Jahr unverändert ist", heißt es in einem Schreiben des „Büro Eyermann" lapidar zur Begründung. Nach den „geltenden Bestimmungen" sei es zulässig, „den Mietzins frei zu vereinbaren." Die Betroffenen haben gegen die angekündigte Mieterhöhung Einspruch erhoben und fordern, daß die erst im Oktober 1987 festgelegte Grundmiete von 200 DM unverändert beibehalten wird. Sie weisen außer­ dem darauf hin, daß die von ihnen ge­mieteten Wohnräume von Anfang an in unzulänglichem Zustand waren. Dringend erforderliche Reparatur­maßnahmen hat das Ehepaar aus eigener Tasche finanzieren müssen, weil sich Eyermann weigert, die anfallen­den Reparaturen zu bezahlen. - (jüg)