Antifa Singen gespalten
Unter dem Vorwand die Adressenverwaltung des Singener Antifakomitees übernehmen zu wollen, hat der DGB die sowieso schon kleine antifaschistische Bewegung gespalten. Einladungen, die von der DGB-Ortsvorsitzenden Monika Hübenbecker verfaßt wurden, wurden fortan nur noch an CDU, SPD, FDP und Gewerkschaftsmitglieder verschickt. Andere Antifaschisten wurden von der Arbeit ausgeschlossen. Die erste Handlung unter der Regie des DGB war es, den Namen des Antifaschistischen Arbeitskreises in „Vereinigung zur Verteidigung der Demokratie" zu ändern. Der Kontakt zu Konstanzer Antifaschisten soll, so Hübenbecker, sofort abgebrochen werden, die Singener wollen ihr eigenes Süppchen kochen. Von Aktionen gegen die Faschisten wollen die Demokratie-Verteidiger abschen. Sie hoffen im anstehenden Kommunalwahlkampf nur mit bloßem Gerede gegen die Faschisten effektiv angehen zu können. Obwohl in besagter Vereinigung einige Gemeinderäte und Gemeinderatskandidaten vertreten sind, wurde in der Sitzung des Gemeindewahlausschusses kein Wort des Einspruchs gegen die Kandidatur der DVU und der „Demokratischen Bürgerrechtspartei" erhoben. - (akl)