"Rheno Alemanias" Traum von einem Studentenwohnheim
Wenn es wahr ist. plant die Studentenverbindung „Rheno Alemannia"in Konstanz den Bau eines Studentenwohnheims, dem die Bedingung zugrunde liegt, daß dort keine Studentinnen und ehemalige Zivildienstleistende einziehen. Das Wohnheim soll 16 Plätze umfassen, wobei jeder Platz mit 13000 Mark aus Landesmitteln gefördert wird. Die baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Professor Ulrich Groll (FDP) und Norbert Zeller (SDP), die von den Plänen in einem konstanzer Diskussionsforum hörten, kritisierten die Auflagen der Burschenschaft und erklärten, daß diese mit einer öffentlichen Förderung nicht zu vereinbaren seien. Roland Frischmuth. Mitglied der Burschenschaft „Rheno Alemannia" wischte die Behauptung, Frauen und Ex-Zivis kämen die neuen Wohnungen nicht zugute mit dem Satz weg, das könne er „nicht bestätigen". Der Leiter des Studentenwerkes Konstanz, Stefan Unger, bestätigte jedoch, daß ihm die Bedingung vorläge den Wohnraum ausschließlich männlichen Studenten zur Verfügung zu stellen, von einer Ausgrenzug von Ex-Zivis wisse er allerdings nichts. Roland Scherer vom Allgemeinen Studentenausschuß äußerte dazu wörtlich:,, Von einer möglichen Diskriminierung kann in diesem Fall keine Rede sein."