Heft 6 vom 18.12.1989 scan 2026-04-12

Tarifforderungen der IGM-Baden-Württemberg



Am 30.11.89 beriet die große Tarif­ kommission der IGM Baden-Württem­berg in Stuttgart ihre Forderungen für die Tarifauseinandersetzung 1990. Drei von vier Stunden wurden für die Diskussion verwandt, ob Mindestfor­derung oder nicht. Die Bezirksleitung empfahl 9%. 35-Stundenwoche, freier Samstag und Bestimmungen gegen Leistungsintensivierung seien bereits genug Tabus. Die Veränderung der Einkommensstruktur solle auf 1991 vertagt werden. Bereits im Vorfeld waren viele Beschlüsse von örtlichen Konferenzen für 9%, mindestens 200 DM (u.a. Heilbronn und Heidelberg) gefaßt worden. Ein Vertreter aus Reutlingen warnte davor, Niedrigver­dienende könnten einen Verzicht auf die Strukturforderung als Kapitula­tion auffassen. Eine erste Abstim­mung endete dann 78 zu 70 „für eine Strukturforderung". Für den nun von der Bezirksleitung eingebrachten Vor­schlag 8,5%, mindestens 200 DM wa­ren anschließend 142, dagegen 6. Bei der Ausbildungsvergütung blieben Stimmen für 200 bzw. 150 DM in der Minderheit. Der Manteltarifentwurf der Bezirksleitung wurde einstimmig angenommen. - (has)