Heft 6 vom 18.12.1989 scan 2026-04-12

Lebensschützer drohen mit Unterlassungsklage



In einer Presseerklärung vom 14.11. protestierten Ute Guzzoni (Linke Liste/Friedensliste), die Stadträtinnen Queitsch und Wehinger (SPD), die Stadträte der GRÜNEN sowie die Frauenbeauftragten der Stadt Frei­bürg und der DGB-Kreisfrauenaus­schuß dagegen, „daß die Stadt rechten bis rechtsradikalen frauenfeindlichen Lebensschützerorganisationen Räume zur Verfügung stellt". Die „Aktion Le­bensrecht" und die „Juristenvereini­ gung Lebensrecht" hatten vom 15.- 17.11. Räume von der Stadt erhalten. Die Badische Zeitung und die CDU re­agierten mit dem Aufruf zur öffentli­chen Hatz gegen die beiden Frauenbe­auftragten: der Dienstherr solle deren Unterschrift unter die Erklärung dienstrechtlich überprüfen, hieß es in einem Kommentar. Inzwischen haben die Lebensschützer einigen Unter­zeichnern der Presseerklärung mit Unterlassungsklage gedroht: Sie hät­ten mit Rechtsradikalen nichts zu tun.