Heft 1 vom 15.01.1990 2/1 scan 2026-05-10

Demo gegen REPs Hetze gegen Antifa-Komitee



  • Am 19.12.89 demonstrierten rund 250 Menschen gegen den Einzug der REPs in den Konstanzer Gemeinderat. Anlaß war die konstituierende Sitzung des Gemeinderates an diesem Tag und damit auch die Vereidigung zweier REP-Faschisten als Gemeinderäte. Die Demo sollte dazu genutzt werden, möglichst viele Inhalte antifaschistischer Politik zu vermitteln. Dies gelang über verschiedene Kundgebungsreden und mehrere Zwischenkundgebungen. Mit Ausnahme eines Beitrages der ALL waren alle übrigen Reden vom Antifa-Komitee selbst. In einer Rede zur Auftakt-Kundgebung heißt es: „Mit dem Einzug der REPs in den Gemeinderat wird uns faschistische Politik tagtäglich begegnen. Sei es, wenn wir hören, wie Obdachlose behandelt werden sollen, oder wenn es darum geht, daß Wohnraum zuerst nur an Deutsche vermietet werden soll... Für uns ist wichtig, mit dieser Demonstration zu zeigen, daß es in Konstanz Menschen gibt, die sich mit dieser faschistischen Entwicklung nicht abfinden wollen" Die Reaktion der Passantinnen auf die Demo war überwiegend zustimmend. Um so nötiger hatte es offensichtlich der „Südkurier" tags darauf, gegen die Antifaschistinnen zu hetzen. Die Straße biete keine geeignete Plattform, den Republikanern zu begegnen, kommentiert Schwarzwälder. Und weiter:.... es war klug von SPD und DGB, nicht mit ihnen die Reihen zu schließen". Gemeint ist das Antifa-Komitee, „eine radikale Minderheit Linksaußen". Die SPD hätte zu erkennen gegeben, „daß sie sich von dieser Demonstration distanzieren", so der SK-Bericht. Tatsächlich verhält es sich so, daß Jusos und SPD sich
  • gemäß Absprache mit dem Komitee
  • an der Demo mit einem eigenen Flugblatt beteiligten und den Aufruf des Antifa-Komitees nicht unterstützten. Von Distanzierung, wie es der „Südkurier" gerne hätte, kann keine Rede sein. - (stf)

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