Heft 3 vom 12.02.1990 2/3 scan 2026-05-10

Kampf um eine Frauenbeauftragte in Radolfzell



In der diesjährigen Haushaltsdebatte forderten die Grünen wieder die Einrichtung einer Gleichstellungsstelle n Radolfzell. Am 8.März tagt em inoffizieller Ausschuß, gebildet aus den Rathausparteien und der Frauenini ative, der sich mit der Thematik be schattigen wird. Noch vor dem Abgang der „Mitarbeiterin für Frauenfragen" Herta Uhlig, die von Oktober 1987 bis März 1988 in ihrem Amt tätig war, ist die Diskussion um eine Frauenbeauftragte brisant geworden. Bereits im November 1987 gründete sich die Initiative „Frauenbeauftragte für Radolfzell" (etwa 20 Personen), die eine kommunale GleielistelluiigsstelK forderte. Frau Uhlig ging ihrer neuen Tätigkeit nur nebenamtlich nach, sie besaß weder die notwendigen Kompetenzen noch irgendwelche Qualifikationen, noch hatte sie sich bis dahin mit Frauenfragen überhaupt auseinandergesetzt. Die Initiative kritisierte, daß seitens des OB's und des Gemeinderats eher das Interesse bestünde, eine Alibistelle für Frauenfragen einzurichten, mit der Funktion, Frauen in ihren Forderungen zu beschwichtigen, anstatt auch in Radolfzell auftretende Diskriminierungen gegen Frauen abzuschaffen. - (and)

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