CDU-Manöver gegen Schwangerschaftsabbruch
Stuttgart. Im Januar sollte der Krankenhausausschuß des Gemeinderats dem Vertrag mit dem hessischen Arzt Stapf zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen in der städtischen Frauenklinik Berg zustimmen. Um dies zu verhindern erklärte die CDU-Fraktion, daß erneut versucht werden müsse, die Einrichtung zu verlegen und einen Stuttgarter Arzt dafür zu finden. Alle Fraktionen stimmten schließlich zu. Der Vorstoß der CDU ist nicht nur als weitere Verzögerung zu werten, sondern als Versuch, die Kontrolle über die Durchführung der Schwangerschaftsabbrüche in Stuttgart an sich zu reißen. Auf dem Papier sind dann Abbrüche aufgrund der „Notlagenindikation" zwar möglich, für die betroffenen Frauen setzt sich aber das Spießrutenlaufen fort. - (evo)