Untersuchung zur Ärztinnen-Arbeitslosigkeit
Karlsruhe. Während der Frauenanteil bei den Medizinstudenten bei knapp 50% liegt, beträgt er bei den berufstätigen Ärzten weniger als 30%. Uberrepräsentiert hingegen sind Frauen bei den arbeitslosen Ärzten. Zur Untersuchung der Ursachen gründete die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg vor einem Jahr einen Ausschuß, der eine Umfrage startete. Ergebnisse u.a.: Der Anteil der Ärztinnen, die nach Abschluß noch nie ärztlich tätig waren, ist bei den jüngeren Jahrgängen besonders hoch (bis 30 Jahre: 62%; 31-35 Jahre: 27%). Die Entscheidung von Ärztinnen, den erlernten Beruf nicht auszuüben, ist in der Mehrzahl der Falle nicht freiwillig. Maßgeblich sind vielmehr Überlegungen der Krankenhäuser daß bei einer Schwangerschaft die Artin für den Bereilschaftsdienst wie auch für viele andere klinische Tätigkeiten ausfällt. Die letzte Vertreterversammlung der Landesärztekammer forderte darauf in einem Antrag, Möglichkeiten zu schaffen. daß für eine schwangere Ärztin für die gesamte Dauer der Schwangerschaft eine Vertretung eingestellt wird. zu finanzieren über öffentliche Mittel oder den Pflegesatz. — (wjw)