Bald keine Räume mehr für viele Inis und die AWO
Konstanz Der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und mit ihr noch zahlreichen andere Initiativen, wie etwa der Konstanzer AidsHilfe. einer Drogenberatungsstelle oder der Homosexuellen-Initiative Konstanz, droht der Rausschmiß aus dem bundeseigenen Haus in der Friedrichstraße. Grund dafür ist, daß der Bund nun statt vorgesehenen 1,1 Mio. DM für das Haus fast das doppelte (2,1 Mio.) will. Damit würden die Quadratmeterpreise so hoch werden, daß es den einzelnen Initiativen nicht mehr möglich ist, diese zu bezahlen. Freilich sei es momentan noch nicht so weit, meinte der Ortsvereinsvorsitzende Rainer Ruess. Man müsse um das Haus kämpfen, den Vorfall auch zu einem Thema im Bundestagswahlkampf machen. Dieser Vorschlag ist sicher löblich. Die Stadt sollte aber nicht aus der Verantwortung genommen werden. Sollte es zu einem Verkauf des Hauses kommen. so müßte die Stadt als Käuferin einspringen. Das wäre nötig um zu sichern, daß die Initiativen, die durch die Politik der Stadt eh schon an den Rand gedrängt sind, weiterhin Räume und damit Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung haben. — (wmo)