Freiburg. Eine seit längerem in Freiburg lebende Kurdin und ihre sechs
Kinder erhielten vom Innenministerium
nach zahlreichen öffentlichen Protesten, besonders auch aus kirchlichen
Kreisen, Aufenthaltsrecht. Frau Unvar
und ihre Kinder waren Anfang des Jahres in einer Nacht- und Nebelaktion ohne Information ihres Anwalts oder sonstiger Personen von der Ausländerpolizei nach Frankfurt gebracht worden,
um sie dort mit einem Flugzeug in die
Türkei abzuschieben. Nur durch eine
am selben Tag durch ihren Anwalt beantragte einstweilige Anordnung des
Verwaltungsgerichts Karlsruhe konnte
diese Abschiebung gerade noch verhindert werden. Frau Unvars Mann war
1989 — wahrscheinlich an den Folgen
von Folterungen in der Türkei — gestorben. Ihr Asylantrag war abgelehnt worden. Die Abschiebung hätte — wie in
einigen anderen Fällen geschehen —
mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Verhaftung in der Türkei zur Folge gehabt.
(ulb)
Linksrhein ist ein Dienst von Christof Mainberger in Konstanz und erhebt keine personenbezogenen Daten.