Schließung nicht gelungen viel los im Juze
Konstanz. Ende März wurde das Jugendzentrum von der Stadtverwaltung offiziell geschlossen. Ziel war, die „Randgruppen", welche das Juze nutzen, nach und nach zu verdrängen. Nach einigen Wochen autonomer Arbeit — ohne Beteiligung der Sozialarbeiter — ziehen die im Jugendrat organisierten Gruppen eine positive Bilanz. So viel wie zur Zeit sei in den letzten zwei Jahren nicht los gewesen. Die Stimmung sei gut, für Verhandlungen mit der Verwaltung seien sie gerüstet. Sollte diese an ihren bisherigen Plänen festhalten, aus dem Juze ein „Kulturzentrum" zu machen und die Gruppen zu verdrängen, schließt der Rat die Konfrontation nicht aus. „Wir brauchen keine Sozialarbeiter“; faktisch hieße das Besetzung. Doch so weit ist es noch lange nicht: Auf Einladung des Jugendrates fand ein Gespräch mit Vertreterinnen aller Stadtratsfraktionen statt, in der übereinstimmend die von der Stadt geplanten baulichen Veränderungen in wesentlichen Zügen abgelehnt wurde. Die dort arbeitenden Gruppen dürften nicht verdrängt werden. Ein Gespräch mit der Verwaltung, die zum ersten Mal mit dem Jugendrat selbst reden wollte, lehnte dieser ab. Der Rat will momentan nur in Anwesenheit von Beobachterinnen der Fraktionen verhandeln, da befürchtet wird, daß die Verwaltung die Gespräche gegenüber dem Jugendwohlfahrtsausschuß verfälscht darstellt. — (jüw)