Mannheim. Der diesjährige Ostermarsch in Mannheim mit ca. 600 Leuten stand im Zeichen der Hoffnung, daß
„der Frieden zum Greifen nahe" sei,
nachdem jetzt die „Mauer weg" sei.
Lediglich W. Ebert von der DKP verwahrte sich gegen die nachträgliche
Rechtfertigung des Kalten Krieges und
des Imperialsmus. Im Mittelpunkt der
Reden stand die Forderung nach Übergabe der US- (teils auch der BW-) Kasernen für Wohnungen und Grünzüge.
Bei der Hauptkundgebung auf einem
US-Schießplatz im Viernheimer Wald
wurde die sofortige Freigabe des Panzerwaldes gefordert. Hier bekam der
Flottillenadmiral Schmähling Gelegenheit, gegen die „Einnistung fremder
Mächte in Deutschland" zu wettern,
ohne je die imperialistischen Interessen
der BRD auch nur andeutungsweise zu
kritisieren. Er sprach von „seit mehr als
50 Jahren krankhafter Überrüstung“.
(tut)
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