DGB-Aufruf zum 1. Mai: Für "einiges Deutschland"
Im diesjährigen Aufruf des DGB zum 1. Mai hieß es unter dem Kapitel „Deutsche Einheit: Nur mit einer europäischen Perspektive“: „Wir wollen ein einiges Deutschland. Wir wollen aber auch Partner in Europa sein und Garant für den Frieden.“ Vor einigen Jahren noch hatte der DGB die „Wiedervereinigungs“-Forderung aus seiner Satzung gestrichen. „Es muß politisch besiegelt werden, was längst Realität ist: Die Anerkennung der polnischen Westgrenze." Die „Anerkennung der" (welcher?) „polnischen Westgrenze" ist eben keine Realität. Auch sonst verbreitet der DGB nichts Gutes. Er will, „daß alle, die arbeiten wollen (I), auch Arbeit bekommen". Weiter liest man: „Wir wollen nicht Menschen ausgrenzen, weil sie eine andere Nationalität oder Hautfarbe haben. Vielmehr wollen wir im eigenen Land das, was für eine friedliche Welt insgesamt notwendig ist: Freundschaftliches Miteinander und gegenseitige Achtung!" — kein Ton zum neuen Ausländergesetz. Den Menschen in der Dritten Welt fehle es „oft am Notwendigsten, an Nahrung, Wasser und Unterkunft. Hier ist unsere Unterstützung gefragt." Sonst fehlt es diesen Menschen an nichts? — (ulb)