Waldarbeiter: Tödliche Folgen der Privatisierung
Stuttgart. Forstminister Weiser gab jetzt bekannt, daß beim Aufräumen der Sturmschäden in den Wäldern BadenWürttembergs bisher 1499 Unfälle passierten, davon acht tödliche, überwiegend in den kommunalen und privaten Forsten. Die mit dieser Unfallbilanz verbundene Mahnung des Ministers an Spaziergänger zu weiterhin erhöhter Vorsicht im Wald erweckt den Eindruck von unberechenbarer Natur, dabei liegen die Unfallursachen aber ganz im Berechenbaren. Immer weniger beschäftigen die Gemeinden ausgebildete und festangestellte Waldarbeiter, die die gefährliche Arbeit beherrschen, stattdessen Leihfirmen, die meist ausländische Arbeiter, vor allem aus Jugoslawien, anheuern. Unter Termindruck gesetzt, haben manche Firmen sogar nachts im Wald arbeiten lassen. — (alk)