IHK-Zeitschrift hetzt gegen "linke Intellektuelle"
„Empörend“ findet die Redaktion von „Wirtschaft im Südwesten", Verbandsblatt der IHKs Hochrhein-Bodensee, Schwarzwald-Baar und Südlicher Oberrhein, die „Dreistigkeit“ linker Literaten, „den Trümmerhaufen DDR-Wirtschaft zu einem von schlechtem Spitzenpersonal verursachten Betriebsunfall“ zu erklären, und die „höhnische Arroganz", den DDR-Wahlausgang als „Ergebnis niederen Strebens nach Wohlstand“ zu deuten. Weiß doch jedes Kind, daß die Marktwirtschaft die (arbeitenden) Leute vor den schädlichen Folgen des Wohlstands bewahren und ihr Streben auf höhere, deutschnationale Ziele lenken will. Der Autor weiß eben genau, warum ihm der Schaum vor den Mund tritt, wenn linke Literaten (als solche enttarnt übrigens: Otto Schily, Angelika Domröse, Stefan Heym, Bärbel Bohley, Heiner Müller) „schon wieder einen neuen Sozialismus anpreisen als menschliche Alternative zu rücksichtslosem Kapitalismus und gefährlichem Nationalismus“. — (jüg)