Spendet für den GNN-Verlag!
1. Was ist der GNN-Verlag? Die GNN (Gesellschaft für Nachrichtenerfassung und Nachrichtenverbreitung hat sich zu folgenden Verlagsgrundsätzen verpflichtet: — Sie fördert die Veröffentlichungstätigkeit besonders jener Bevölkerungsteile, die im gängigen Mediensystem nur passiv vorkommen. Die von ihr bereitgestellten Leistungen sind an diesem Anspruch zu messen. — Sie fördert bei ihrer Beratungs- und Ausbildungstätigkeit die kritische, auf Verarbeitung der zur Sache gehörigen Tatsachen bedachte Publikationstätigkeit. Sie verlegt Produkte, die: — im Konflikt zwischen Eigentum und Arbeit vom Standpunkt der Arbeit ausgehen, — im Konflikt zwischen Repression und Widerstand vom Standpunkt des Widerstandes ausgehen, — im Konflikt zwischen imperialistischer Bevormundung und Unterdrückung und Unabhängigkeitsstrebens vom Standpunkt des Unabhängigkeitsstrebens ausgehen, — im Konflikt zwischen Militarismus und Völkerverständigung vom Standpunkt der Völkerverständigung ausgehen, — im Konflikt zwischen faschistischer, rassistischer, diskriminierender Politik und emanzipatorischer Politik vom Standpunkt der Emanzipation ausgehen. Die GNN stellt Mittel zur Nachrichtenerfassung bzw. -Verbreitung her und stellt dementsprechende Dienste einschließlich des Verlags und Vertriebs von Veröffentlichungen zur Verfügung. Sie verkauft, vermietet bzw. bietet an — Geräte und deren Wartung — Programme — Ausbildungs- und Beratungsdienste — Vertriebsleistungen — Verlagsleistungen Die Verlagsgrundsätze wurden inzwischen in den GmbH-Vertrag verankert und sollen ein gleichberechtigtes Nebeneinander unterschiedlicher Benutzer unterstützen. Eigner sind die Landesverbände des Bundes Westdeutscher Kommunisten (BWK), die den GNN-Verlag 1981 gründeten, die Volksfront gegen Reaktion, Faschismus und Krieg, die 1989 einen 1O°/oigen Anteil erwarb sowie im GNN-Verlag publizierende Arbeitsgemeinschaften, die ebenfalls 1989 kleinere Anteile übernommen haben. Ziel ist, daß sich noch weitere Organisationen und Gruppen am GNN-Verlag beteiligen. 2. Was macht der GNN-Verlag? Mit Mitteln des GNN-Verlags werden eine Reihe von Periodika hergestellt: die Politischen Berichte, die Beilage — Gesammelte Beiträge aus der Diskussion der Linken, die Antifaschistischen Nachrichten, verschiedene Nachrichtenhefte, das Angehörigen-Info, der KurdistanRundbrief. Ferner wird eine große Anzahl von Einzelbroschüren vom Verlag hergestellt, unterstützt und vertrieben. In den letzten Monaten waren das z.B. — Das neue Rep-Programm: Argumente aus dem antifaschistischen Widerstand — Republikaner in Köln, Völkische Hetze gegen ausländer, Frauenemanzipation und Demokraten — Wahlrecht für Ausländer! Weg mit den Ausländergesetzen! — Freie politische Kommunikation und Information durchsetzen! Dokumentation Offener Briefe an Gefangene und Antworten! — Interview mit politischen Gefangenen in den USA — Das deutsche Kapital im zweiten Anlauf auf die „Neuordnung Europas“, Etappen der Entfesselung des 2. Weltkriegs An etwa 30 Orten erschein regelmäßig meist von Bündnissen herausgegebene lokale Zeitungen, die verlegt bzw. unterstützt werden. Einige davon werden beim GNN-Verlag belichtet und über den Verlag vertrieben. Das Angebot soll ausgeweitet werden. Der Verlag bietet eine Reihe technischer Einrichtungen bzw. technischer Dienstleistungen an. — Angebot und Pflege eines Datenverbundes, der z.Zt. etwa 160 Stationen miteinander verbindet und für jeden Benutzer preisgünstig die Herstellung von Druckvorlagen ermöglicht. Die Programme werden Mitarbeitern an GNN-Produkten kostenlos zur Verfügung gestellt. Um das Reparaturrisiko zu mindern, wird eine Service-Angebot aufrechterhalten. — Repro- und Fotosatzarbeiten. Mehrere Zeitungen und Zeitschriften werden schon jetzt beim GNN-Verlag belichtet: Politische Berichte, Beilage, Antifaschistische Nachrichten, Volksecho, SoZ, SoZ-Magazin, Armes Deutschland, Inprekorr, Roter Morgen, Freidenker, Angehörigeninfo, lokale Zeitungen. Darüberhinaus ermöglichen die GNNTextverarbeitungsprogramme die Herstellung von Dateien, die mit Datenfernübertragung überspielt und direkt belichtet werden können. — Verwaltungsprogramme für kleine Organisationen, Beitragsverwaltung, Abonnentenverwaltung, Adressenverwaltung, Buchhaltung und ähnliche Organisationsaufgaben. — Einrichtung und Verwaltung eines zentralen Archivs für Redaktionszwecke, einschließlich eines Fotoarchivs. — Bereitstellung von Produktionsmitteln für die fertige Herstellung von Flugblättern, Broschüren und kleineren Zeitungen, von der Druckvorlagenherstellung über Kopiermöglichkeiten, Möglichkeiten zum Heften, Falzen usw. 3. Wofür braucht der GNN-Verlag Spenden? Die Verlagsgrundsätze bedeuten, daß publizistische Möglichkeiten für Zeitungen und Broschüren auch in kleiner Auflage angeboten werden. Die Produkte werden zu einem Preis verkauft, den Leute mit wenig Geld bezahlen können. Dabei entstehen auch Probleme. Durch den niedrigen Preis der im GNN-Verlag entstehenden Publikationen und Periodika werden in der Regel nur die Materialkosten gedeckt. Jährlich entsteht ein Zuschußbedarf von jeweils mehreren Hunderttausenden DM, die dann durch Spenden aufgebracht werden müssen. Für 1990 muß der Verlag mit Ausgaben von etwa 520000 DM kalkulieren, wovon die Verkaufserlöse etwa 300000 DM decken werden. Die Mitglieder des BWK haben auf ihren Landesdelegiertenkonferenzen beschlossen. 160000 DM aufzubringen, die Volksfront wird etwa 20000 DM aufbringen. Der von den Eignern gebildete Beirat ruft alle Förderer und Freunde des GNN-Verlags auf, für die darüberhinaus benötigten 40000 DM rasch zu spenden. Der GNN-Verlag unterhält Büros in Hamburg, Hannover, Westberlin, Köln. Stuttgart und München. Zur Zeit arbeiten diesen Büros 15 Leute, die zum Teil Ausbildungen (Verlagskaufleute. Schriftsetzer) nachgehen. Die Beschäftigten des GNN-Verlags kommen aus unterschiedlichen politischen Organisationen oder Strömungen. Konten des GNN-Verlags: Postgiroamt Köln, Kto. Nr. 10419-507, Bankleitzahl 370 100 50. Bank für Gemeinwirtschaft Köln, Kto. Nr. 1144393600. BLZ 370 101 11