Schulbesuch: Jugendliche aus dem Ausland benachteiligt
Schulbesuch: Jugendliche aus dem Ausland benachteiligt
Konstanz. 953 der insgesamt 6391 Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 1989/90 die städtischen Schulen in Konstanz besuchten, hatten eine ausländische Nationalität, das entspricht einem Anteil von 14,9%. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Schulbericht der Stadt hervor. Die schlechten Lebensbedingungen, mit denen Menschen aus dem Ausland hier zu rechnen haben, spiegeln sich auch beim Schulbesuch wider. So betrug der Ausländeranteil an den Grund- und Hauptschulen überdurchschnittliche 22,3%, wobei rund 71% dieser Schüler Grundschulen besuchen, an die eine Hauptschule angegliedert ist — in die also die meisten wechseln werden. Ganz anders ist die Lage bei Realschulen und Gymnasien. Der erstere Schultyp, der immer mehr die frühere Funktion der Hauptschule erfüllt, weist nur noch einen Anteil ausländischer Jugendlicher von 12,6% aus. An den Konstanzer Gymnasien beträgt diese Zahl ganze 6,2%, am Nobel-Gymnasium Heinrich Suso gar nur 3,6%. — (jüg)