Zukunft des Jugendzentrums Schlupfwinkel weiterhin offen
Zukunft des Jugendzentrums Schlupfwinkel weiterhin offen
Konstanz. Eine „Experten“anhörung zu moderner Jugendarbeit stand im Mittelpunkt der letzten Jugendwohlfahrtsausschußsitzung am 10.7. Professor Lothar Bönisch (München) und Alexander Pfeiffer („Jugendhaus e.V.“ Stuttgart) sollten die geplante Umstrukturierung des Juze theoretisch untermauern. In ihren Referaten konnten sie allerdings für den Konflikt zwischen Stadt und Jugendrat — er fordert mehr Mitbestimmung und kämpft gegen die Umwandlung des Juze in einen Kulturtempel — keine Lösungsansätze bieten. Bönisch schlug indirekt sogar vor, den Leuten, die im Jugendrat vereinigt sind und von der Wissenschaft als Nicht-mehr-Jugendliche und Noch-nicht-Erwachsene bezeichnet werden, von städtischer Seite Ersatzräume anzubieten. Damit brachte er die Zornesadern von Bürgermeister Hansen zürn Pulsieren. Daß diesem „ominösen“ Zirkel soviel Beachtung geschenkt wird, könne er nicht verstehen. Der Jugendrat selbst hat inzwischen zu erkennen gegeben, daß er auf weitere Gespräche mit Vertreterinnen der Stadt keinen Wert mehr legt. Denn obwohl Stadtjugendpfleger Baier versicherte, den Jugendrat stärker einzubeziehen, ging die Stadt erneut über die Köpfe der Jugendlichen hinweg und beschloß, zum 1.10. den bisherigen Leiter des Jugendhauses Raiteberg, Axel Lindenberger, als Juze-Leiter einzustellen. Auf diese Art von Zusammenarbeit haben die Jugendlichen verständlicherweise keine Lust. — (tv)