GEW und Philologenverband für Arbeitszeitverkürzung
GEW und Philologenverband für Arbeitszeitverkürzung
Karlsruhe. Erstmals seit ca. 20 Jahren haben am 6.7. ca. 300 Lehrer von GEW und Philologenverband gemeinsam für Arbeitszeitverkürzung und Lehrereinstellung demonstriert. In einer gemeinsamen Rede wurde die Landesregierung scharf kritisiert, weil sie, statt die tariflich vereinbarte Arbeitszeitverkürzung durchzuführen, die Lehrer mit drei zusätzlichen Ferientagen abgespeist und damit die Vorurteile gegen Lehrer noch weiter angeheizt hat. Auffällig war, daß in der Rede die gestiegene physische und psychische Belastung der Lehrereinen großen Raum einnahm. Es wurden Studien zitiert, wonach Lehrer 41-45 Stunden arbeiten, und darauf hingewiesen, daß viele den Vorruhestand in Anspruch nehmen müssen. Aus Kollegien wurde berichtet, daß die Stimmung so schlecht wie noch nie sei und die Lehrer nicht mehr bereit seien, im bisherigen Umfang außerunterrichtliche Veranstaltungen (Schullandheimaufenthalte, Theaterbesuche etc.) durchzuführen. Es wurde auch berichtet, daß die Schulen zunehmend erstarren, weil Erneuerung durch Berufsanfänger ausbleibt: Gymnasien bekommen z.B. nur noch alle sieben Jahre einen Junglehrer. — (Dab, Red.)