Firma will "Just-in-time" Lösung für Verkaufshilfen
Firma will „Just-in-time“- Lösung für Verkaufshilfen
Konstanz. Georg Möllers, Geschäftsführer der Firmenzentrale Richter Spiel & Hobby in Limburg, hat eine Firmenstrategie entwickelt, von der die Kapitalisten bislang nur geträumt haben. Es handelt sich um die „just-in-time"-Lösung, derzufolge die Arbeitskräfte bei Bedarf eingesetzt werden, womit die extremste Stufe der Flexibilisierung erzielt wird. Die Verkaufshilfen, bei denen keine besonderen Fachkenntnisse vorausgesetzt werden, arbeiten auf Abruf stundenweise für 470 Mark im Monat, ohne Lohnsteuerkarte. Sie sind weder sozial- noch rentenversichert, die Einsparungen, die sich hieraus ergeben, zusätzlich zu der niedrigeren Gehaltseinstufung bedingt durch die Nichtqualifikation, kann der Unternehmer für sich verbuchen. Gleichzeitig findet ein Abbau an Ganztagesstellen statt. In der Konstanzer Filiale haben, wie es heißt, fünf von sechs Festangestellten von selbst gekündigt, „weil sie eben etwas Besseres gefunden hätten" (Südkurier). Der hiesige Filialleiter Josef Winkhardt, will sich dazu nicht äußern und verweist auf die Firmenzentrale. — (and)