Kreis-SPD kritisiert unzureichende Entschädigung
Kreis-SPD kritisiert unzureichende Entschädigung
Konstanz. Als „beschämend unzureichend" hat der SPD-Kreisvorsitzender Sigurd Gawron die Entschädigung von Opfern des Naziregimes im Landkreis bezeichnet. Er kündigte deshalb eine Aufklärungsaktion seiner Partei an, um die Betroffenen über ihre gesetzlichen Ansprüche zu informieren. Gawron wies daraufhin, daß es im Landkreis viele Personen gibt, die Anspruch auf Entschädigungsleistungen haben. 800 bis 900 Menschen hätten bislang die ihnen nach dem „allgemeinen Kriegsfolgengesetz“ zustehende einmalige (lächerlich niedrige) Abfindung von 5000 DM bekommen. Er schätzt die Zahl der Anspruchsberechtigten, die sie wegen lückenhafter Information noch nicht bei der zuständigen Oberfinanzdirektion Freiburg beantragt haben, noch einmal so hoch. Seit Anfang des Jahres gebe es außerdem auch laufende Leistungen, wobei den Betroffenen 100 DM monatlich, bei schweren gesundheitlichen Störungen 200 DM zustünden. Informationen unter Tel. 07731/66347 Quelle: Südkurier. 15.8. — (jüg)