Pflegenotstand: Mehr ZDL-Einberufungen
Pflegenotstand: Mehr ZDL-Einberufungen
Karlsruhe. Um die Auswirkungen der Verkürzung des Zivildienstes auf die Lage im Pflegebereich zu mindern, sollen in den kommenden Monaten verstärkt Wehrdienstverweigerer zum Ersatzdienst einberufen werden. Durch die Verkürzung des Zivildienstes werde die Zahl der ZDL von 89000 im Oktober 1990 auf 72000 zurückgehen, durch mehr Einberufungen soll sie wieder auf 80000 gesteigert werden. In BadenWürttemberg forderte die Caritas, Mittel in den Sozialbereich umzuschichten, um die Folgen des Ausfalls von ZDL zu mindern. Dagegen erklärte der Sprecher des Sozialministeriums, man könne „keine Sofortmaßnahmen aus dem Ärmel schütteln". Außerdem dachte er vor der Presse laut darüber nach, „was wohl im sozialen Bereich passiert, wenn die Bonner Politiker sich für ein Berufsheer entscheiden sollten und die Wehrpflicht damit entfiele?“ Was wohl? Neben dem großdeutschen Berufsheer marschiert der Arbeitsdienst. — (wjw)