Erneut Revanchistentreffen in Stuttgart
Erneut Revanchistentreffen in Stuttgart
Stuttgart. Die Reaktionäre lassen keine Gelegenheit aus, deutlich zu machen, daß die DDR ihnen nicht genügt und die Anerkennung der polnischen Westgrenze keineswegs Verzicht auf koloniale Ansprüche bedeutet. Mayer-Vorfelder hat beim „Tag der Heimat 1990" des Bundes der Vertriebenen auf dem Killesberg wieder die „Anerkennung der Vertreibung als Unrecht" gefordert und von der polnischen Regierung eine „Geste des Bedauerns“ verlangt. Seine Rede machte deutlich, daß jede Opposition gegen den BRD-Expansionismus scharf angegriffen wird: Das Eintreten für das „Recht auf Heimat" dürfe nicht abqualifiziert und als Revanchismus „diffamiert" werden. Den Vertriebenenverbänden komme bei der Überwindung der nationalen Grenzen besondere Bedeutung zu. Geplant ist u.a. eine Ausstellung über „Flucht, Vertreibung und Eingliederung der deutschen Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg“. — (evc)