Kündigung der "Patenschaft" mit dem Minensuchboot "Konstanz"
Kündigung der „Patenschaft“ mit dem Minensuchboot „Konstanz“
Konstanz. Wieder einmal hat eine Abordnung der Mannschaft des Minensuchboots „Konstanz“ einen Besuch in seiner „Patenstadt“ gemacht, auf Staats- bzw. Stadtkosten. Zusammen mit der „Marine-Kameradschaft“ organisierte die Stadt Ausflüge. Besichtigungen und „Kameradschaftsabende“. Seit nunmehr 30 Jahren leistet sich die Stadt diese „Patenschaft“; sie unterstützt darüber hinaus die in Konstanz ansässige militaristische „Marine-Kameradschaft“, auch finanziell. So erhielt deren Jugendabteilung z.B. in diesem Jahr laut Haushaltsplan 1253 DM Unterstützung, weitere Zuwendungen sind vermutlich in den nicht näher aufgeschlüsselten Zuschüssen für Vereine versteckt. Minensuchboote wie die „Konstanz" beteiligen sich gegenwärtig an der imperialistischen Aggression im Golf: sie nehmen im Mittelmeer die Aufgaben US-amerikanischer Schiffe wahr, die ins Krisengebiet verlegt wurden. Wenn es nach der Bundesregierung geht, könnte auch die „Konstanz" bald zum Kriegseinsatz kommen. Sie will die Verfassung so ändern, das militärische BRD-Interventionen möglich werden, weltweit. Höchste Zeit, daß sich antimilitaristisch gesonnene Kräfte für die Kündigung dieser Patenschaft einsetzen. — (jüg)