ALL-Plenum diskutiert über Eingreifen in den Wahlkampf
ALL-Plenum diskutiert über Eingreifen in den Wahlkampf
Konstanz. Ein zahlenmäßig eher spärlich besetztes Plenum der Alternativen Linken Liste befasste sich am 10. Oktober mit der Frage des Eingreifens in den Bundestagswahlkampf. Berichtet wurde in diesem Zusammenhang über den aktuellen Stand des Projekts Linke Liste/PDS (siehe S. 3). Ergebnis der zweistündigen Diskussion: Die ALL wird nicht zur Wahl der Linken Liste/PDS aufrufen; zum einen, weil in ihren Reihen auch Gegner einer Wahlbeteiligung arbeiten, zum anderen wegen der ausgrenzenden Politik der baden-württembergischen Linken Liste. Sie will aber einen Beitrag zur Zusammenführung des vorhanden Widerstands gegen das „4. Reich“ leisten. Die zweite Nummer des „Antifaschistischen ALLtags". deren Erscheinen für die Woche vor den Wahlen geplant ist, soll schwerpunktmäßig diesem Thema gewidmet werden. Darüberhinaus lädt die ALL für Mittwoch, den 17.Oktober, alle interessierten Personen und Organisationen zu einem Treffen ein, auf dem über eine Aktionswoche der Konstanzer Linken gegen Großdeutschland debattiert werden soll. Mit an der Diskussion teil nahmen zum zweiten Mal em Vertreter der PDS Dresden und eine Sympathisantin der Partei. Sie kritisierten das undemokratische Vorgehen bei der Konstituierung der Linken Liste in Baden-Württemberg und sprachen sich für ein breites Bündnis der Linken ohne Ausgrenzung aus. — (jüg)