Unterschriftenaktion der ErzieherInnen
Unterschriftenaktion der Erzieherinnen
Konstanz. Einhergehend mit einem Funktionsverlust der bürgerlichen Kleinfamilie in den letzten Jahrzehnten durch hohe Scheidungsquoten, alleinerziehende Mütter und Väter sowie verstärkte Einbeziehung beider Elternteile in den Arbeitsprozeß ist die Bedeutung von Kindergärten und Horten ständig gewachsen. Damit stiegen Arbeitsbelastung und Aufgabenbereiche, die früher die Familie wahrnahm. Die Arbeitsbedingungen verschlechterten sich. Der ErzieherInnenberuf hat einen geringen Status in der Öffentlichkeit, was u.a. seinen Ausdruck in der schlechten Bezahlung findet. Als Extrembeispiel ist die Entlohnung von Vorpraktikantinnen mit etwa 200 DM monatlich zu nennen. Mit einer Unterschriftenaktion und Elterninformationen machten Konstanzer Erzieherinnen auf diese Probleme aufmerksam. Über 500 Unterschriften wurden gesammelt. In den bald beginnenden Manteltarifverhandlungen sollen bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Gehaltseinstufung festgeschrieben werden. — (anw)