Heft 23 vom 14.11.1990 2/23 scan 2026-05-10

Welle von Gebührenerhöhungen

Stadt Konstanz plant drastische Verteuerung vieler Leistungen


Wehe von Gebührenerhöhungen

Stadt Konstanz plant drastische Verteuerung vieler Leistungen

Konstanz. Die Haushaltsberatungen der Stadt Konstanz kommen in Gang, und damit kommt, von Auschußsitzung zu Ausschußsitzung, gewissermaßen häppchenweise ans Licht, daß die Stadtverwaltung erneut eine ganze Welle von Gebührenerhöhungen plant, die — kommt sie damit durch — in Sachen Verteuerung kommunaler Leistungen alles übersteigen könnte, was sie in den vergangenen Jahren schon gegen die arbeitende Bevölkerung durchgesetzt hat.

Bereits beschlossen oder beabsichtigt ist, die folgenden Gebühren und Tarife zu verteuern:

  • Schon abgesegnet haben Finanzund Wirtschaftsausschuß und Gemeinderat die Anhebung der Abwassergebühren um 10 Pfennig von 2,60 auf 2,70 DM pro Kubikmeter (knapp 4%).
  • Ebenfalls beschlossene Sache ist die Verteuerung der Bädereintrittspreise. Danach soll der Bäderpaß um 30 DM auf 280 DM (180 DM für Ermäßigte, 330 DM für Familien) arigehoben werden, für 12er-Karten will man 30 bzw. 20 DM mehr kassieren, dazu kommen Einzeleintritts-Preiserhöhungen bei verschieden Bädern.
  • Der Werksausschuß empfahl auf seiner Sitzung Anfang November dem Gemeinderat einstimmig (also mit den Stimmen der Grünen), die von der Verwaltung der Stadtwerke beantragte Erhöhung der Einzelfahrpreise für den Bus von 1,80 auf 2,00 DM zuzustimmen.
  • Ebenfalls auf dieser Sitzung stimmte der Werksausschuß zu, Fähreeinzelfahrkarten um denselben Betrag auf 2,00 DM anzuheben.
  • Der Werksausschluß beschloß außerdem, die Wasserpreise um 20 Pfennig von 1,30 auf 1,50 DM pro Kubikmeter zu verteuern.

Das ist jedoch noch lange nicht alles. Die Stadtwerksleitung hat inzwischen angekündigt, sie plane für die nächste Zeit weitere Gebühren- und Tariferhöhungen.

  • Die Bezieher von Erdgas müßten vom kommenden April an mit einer Verteuerung des Erdgases um rund 40% rechnen, kündigte Werksleiter Walter Schott an.
  • Dazu sollen, so Schott, vom 1. Juli nächsten Jahres an — nach Vorgaben der Bundestarifordnung — die Strompreise erhöht werden. — (jüg)

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