Will die Stadt Konstanz Obdachlose vertreiben?
Will die Stadt Konstanz Obdachlose vertreiben?
Konstanz. Zwölf Obdachlose, die seit einigen Monaten in Zelten sich auf einem Grundstück in Stromeyersdorf aufhalten, sollen diesen Platz räumen. „Es kann nicht angehen, daß sich einer einfach auf einem fremden Grundstück niederläßt," meint der Leiter des Konstanzer Rechts- und Ordnungsamts. Und welche Alternativen bietet die Stadt? Offenbar keine. Es muß nur dafür gesorgt werden, daß die heilige kapitalistische Eigentumsordnung gewahrt bleibt. Was aus den Menschen wird, die von „unserem“ System an den Rand gedrängt worden sind, ist offenbar völlig egal. Der Südkurier macht sich nur Sorgen, inwieweit die zwölf „Berber“ die schöne Innenstadt verschandeln können. Die Obdachlosen, die in der Döbelestraße wohnen, sollen längerfristig auch aus der Innenstadt heraus. Die ADJ, die dieses Haus zur Zeit unterhält, will auf dem Cherisy Areal etwa 25 Wohnplätze erstellen, da die Jüdische Gemeinde in die Döbelestraße möchte. — (anw)