Heft 24 vom 28.11.1990 2/24 scan 2026-05-10

Unterbringung von Flüchtlingen auch weiterhin nicht gelöst



Unterbringung von Flüchtlingen auch weiterhin nicht gelöst

Konstanz. Für die Unterbringung von Flüchtlingen müssen im nächsten Jahr zusätzliche Mittel aufgebracht werden. Im Frühjahr werden einige von den derzeit genutzten Räumlichkeiten nicht mehr benutzt werden können. Dann fehlen aktuellen Berechnungen zufolge 124 Betten. Die derzeitige Pflichtunterbringungsquote beträgt derzeit 432 Menschen. Deshalb sollen nun für ca. 100 Menschen Unterbringungsmöglichkeiten in sogenannten Wohncontainern geschaffen werden. Als Standort ist von der Stadtverwaltung trotz starker Einwände von Anwohnern das Grundstück der Stadt in der Hans-Breinlinger-Straße festgelegt worden. Die Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen läuft nicht unter dem Gesichtspunkt, wie Menschen menschenwürdig untergebracht werden können, sondern unter dem Gesichtspunkt, wo es am wenigsten Widerstand gibt und wo die Unterbringung am Kostengünstigsten ist. Dies zeigt auch der Redebeitrag von FDP-Stadträtin Stanke Bohnhardt. Mit der Änderung des Asylverfahrens sei auch mit einer Entlastung zu rechnen. Dies konnte Bürgermeister Hansen nur bestätigen. — (wmo)

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