"Frauen helfen Frauen": Verwaltung gegen Mietzuschuss
„Frauen helfen Frauen“: Verwaltung gegen Mietzuschuß
Konstanz. Der Verein „Frauen helfen Frauen in Not“ hat bei der Stadtverwaltung einen Mietzuschuß für die Räumlichkeiten beantragt, in denen er seit dem 1.September 1990 eine Beratungsstelle betreibt. Der Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, mißhandelten und sexuell mißbrauchten Mädchen und Frauen zu helfen, wollte einen Zuschuß von 70% aus öffentlichen Geldern für die 300 DM, die er monatlich an Miete zu begleichen hat. Der Sozialausschuß der am 9. Oktober diesen Antrag vorberiet, beschloß mehrheitlich, ihm zuzustimmen und dem Verein einen Zuschuß von insgesamt 2250 DM jährlich zu gewähren. Ein weiterer Antrag von „Frauen helfen Frauen" auf einen einmaligen Zuschuß über 12000 DM konnte im Sozialausschuß nicht mehr beraten werden, weil er erst nach der Sitzung eingereicht worden war. Der Finanzauschuß, der sich als nächstes städtisches Gremium mit den Anträgen zu befassen hatte, stimmte dem Begehren auf Mietzuschuß ebenfalls zu, lehnte den einmaligen Zuschuß jedoch ab. Die Stadtverwaltung beharrt dagegen darauf, keine müde Mark für den FrauenVerein herauszurücken. Eickmeyer und seine Verwaltung stört, daß „Frauen helfen Frauen" unabhängig vom staatlich dirigierten Landeswohlfahrtsverband agiert und nicht darauf verpflichtet ist, „Beratungen gemäß § 218 durchzuführen also Frauen nicht zum Kinderaustragen bewegen will. Er habe außerdem das „Beratungsangebot“ nicht mit der Stadt „abgestimmt“. Die Entscheidung fällt nun im Dezember im Gemeinderat. — (jüg)