Demonstration gegen Skinheadterror
Demonstration gegen Skinheadterror
Ravensburg. Am 15. Dezember demonstrierten in Ravensburg über 1 000 Menschen gegen Überfälle und Angriffe von faschistischen Skinheads. Diese haben in Ravensburg ausgehend vom Lokal "Backstreet“ in der Burgstraße in letzter Zeit mehrmals die drei Häuser weiter liegende Szenekneipe „Räuberhöhle" überfallen, mit Steinen beworfen und Gäste attackiert. Auch auf offener Straße wurde wiederholt Ausländerinnen, Langhaarige und Punks von NaziSkinheads verprügelt. Die Teilnehmerinnen an der Demonstration waren hauptsächlich autonome AntifaschistInnen, Schülerinnen und Unorganisierte jüngeren Alters. Die Demonstrationsroute war mit der Änderung, daß sie nicht am "Backstreet" vorbeiführt, genehmigt worden In einer Rede bei der Auftaktkundgebung wurde auf den Anlaß der Demonstration eingegangen. Ein weiterer Redebeitrag hatte das faschistische Frauenbild und die daraus resultierende Politik und ihre Folgen für Frauen zum Thema Der dritte Redebeitrag problematisierte die Rolle der Polizei. Diese hat bei Überfällen der Nazi-Skinheads bisher fast nicht eingegriffen und streitet immer noch den politischen Hintergrund der Überfälle ab. Gleichzeitig fordern in Ravensburg viele, auch aus der Szene, vermehrten Polizeischutz. Die Polizei verhielt sich während der Demo sehr zurückhaltend bis kooperativ Der Ravensburger Antifa Arbeitskreis beurteilte die Demo als einen Erfolg auch wenn es nicht gelungen sei, Kreise anzusprechen, die dem jugendlichen Alter schon entwachsen sind. (be)