Widerstand gegen geplante chlorhexidin-Produktion
Widerstand gegen geplante Chlorhexidin-Produktion
Konstanz. Die Degussa plant, monatlich 30 Tonnen Chlorhexidin, das in der Medizin als Desinfektionsmittel für Mund und Rachen verwendet wird, zu produzieren. Dabei fallen eine ganze Menge Produktionsexkremente wie zum Beispiel Aktivkohle (für Reinigungszwecke), Parachloranilin und kochsalzgesättigte Abwässer an. Die Bahnanlieferung der für die Herstellung notwendigen hochgiftigen Grundstoffe ist problematisch, da der Gleisanschluß direkt an zwei großen Wohnhäusern vorbeiführt. Rund.. 300 Anwohner, die FGL und der Wissenschaftsladen haben massive Einwände gegen die Chlorhexidin-Produktion vorgetragen Das Landratsamt wurde aufgefordert die Genehmigung zu verweigern. Inzwischen ist eine offizielle Anhörung gelaufen. Der Degussa ist es offenbar „glaubwürdig" gelungen zu versichern daß keine Gefahren für Mensch und Umwelt durch die Chlorhexin-Anlage ausgingen. Wers glaubt, wird selig, klagen doch schon seit Jahren Anwohner über die periodisch auftretenden Geruchsbelästigungen, die nach offizieller Degussa Lesart aus "diffusen Quellen" stammen, die aufzuspüren trotz "großer Mühe" nicht gelang. (anw)