Heft 5 vom 07.03.1991 3/5 scan 2026-05-29

Stadt will Flüchtlinge in Containern unterbringen



Stadt will Flüchtlinge in Containern unterbringen

Konstanz. Rund 170 Flüchtlinge, vom Regierungspräsidium der Stadt Konstanz zugewiesen, erwartet, wenn sie in den kommenden Wochen nach Konstanz gebracht werden, ein mehr als tristes Dasein. Die Stadt will sie an der Neuen Rheinbrücke in zwei ContainerAnlagen pferchen, von der Verwaltung schönrednerisch „Behelfsbauten“ genannt. Einen dementsprechen Beschluß faßte der Gemeinderat mit jeweils fünf Gegenstimmen und fünf Enthaltungen am 28.2. auf Antrag der Stadtverwaltung. Der Punkt war erst auf Antrag der SPD-Fraktion nachträglich auf die Tagesordnung gekommen, für die die „Container-Lösung" „in jeder Hinsicht problematisch“ ist. In der Ratssitzung forderte die SPD eine „längerfristige Lösung“ von der Verwaltung. OB Eickmeyer erklärte, der Verteilerschlüssel des Landes an die Kommunen sei kürzlich erhöht worden. Gleichzeitig mußte er zugeben, daß in Konstanz gegenwärtig das „Soll" nach der alten Regelung noch um 45 Platze unterschritten wird Über eine längerfristige Lösung, die Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterbringung bieten könnte. verlor Eickmeyer kein Wort. (jüg)

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