Heft 5 vom 07.03.1991 3/5 scan 2026-05-29

Kreis Rastatt soll 80 Betten bis 1992 abbauen



Kreis Rastatt soll 80 Betten bis 1992 abbauen

Karlsruhe. Um die geplanten Bettenkürzungen im Kreis Rastatt hatte es große Auseinandersetzungen gegeben, die auch weite Kreise der CDU-Kommunalpolitiker erfaßten. Dabei ging es vor allem um den Erhalt des Krankenhauses Gernsbach. Nun hat der Landeskrankenhausausschuß in seiner jüngsten Sitzung den Bedarf an Krankenhausbetten im Landkreis Rastatt auf 710 bis 715 verbindlich festgeschrieben. Demnach muß der Kreis bis zum Ende nächsten Jahres fast 80 von derzeit 789 Krankenhausbetten „abbauen“. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums teilte auf Anfrage mit, daß das Gemeindekrankenhaus Bühlertal mit seinen 25 Betten geschlossen werden soll. Es entspreche nicht mehr den medizinischen Anforderungen. Der gynäkologischen Abteilung im Krankenhaus Gernsbach gewährte der Ausschuß eine „Galgenfrist“ bis zum 31.12. Dem Landkreis räumte der Ausschuß das „Vorschlagsrecht“ ein, in welchen Krankenhäusern die restlichen Betten gestrichen werden sollen. SPD-MdL Heinz Goll erklärte dazu, der Krankenhausausschuß wolle so dem Kreis den Schwarzen Peter zuschieben, wohl wissend, daß der Kreis für den Erhalt aller Betten votiert habe. Weder die derzeitige Situation noch die künftige Ansiedlung von Daimler-Benz in Rastatt sei bei der Entscheidung berücksichtigt worden. (Quelle: BNN 11.2.91 — wjw)

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