Heft 6 vom 22.03.1991 3/6 scan 2026-05-29

10% mindestens 280 DM wirkt gegen Steuererhöhung



10% mindestens 280 DM wirkt gegen Steuererhöhung

Heidelberg. In einem Tarifflugblatt berechnet die IG Metall Baden-Württemberg die Mehrbelastung einer Metallarbeiterin in Teilzeit (1400 DM brutto) durch Steuern, Gebühren und Abgaben mit 50,30 DM oder 3,6% monatlich. Die SPD geht für einen durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalt von 110,80 DM im Monat aus, was 3,2% entspricht und zusammen mit der Inflationsrate den Nettolohn um 6% bis 7% schmälern wird. Eine gängige Position in der IGM, die Tarifbewegung könne nicht Fehler wettmachen, die am Wahltag begangen würden, gerät so ins wanken. W. Riester, IGM-Bezirksleiter Stuttgart, rechtfertigte am 12.3.91 in der Süddeutschen Zeitung die Forderung nach überproportionaler Anhebung der unteren Lohngruppen u.a. mit der Wirkung der geplanten Steuererhöhung auf die Niedrigeinkommen. Der Verhandlungsspielraum würde sich dadurch aufs äußerste verringern. — (has)

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