Kritik an Landesärztepräsidenten wegen Sondermüllpolitik
Kritik an Landesärztepräsidenten wegen Sondermüllpolitik
Der langjährige Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, F.-J. Große-Ruyken, wurde von der Versammlung der Bezirksärztekammer Südbaden nicht mehr als Delegierter zur Landesversammlung gewählt. Damit kann er auch entgegen seiner ursprünglichen Absicht nicht mehr zum Präsidenten kandidieren. Als Auslöser seiner Nichtwahl wird sein Taktieren gegenüber der Sondermüllpolitik der Landesregierung vermutet. Die Bezirksärztekammer Südbaden hatte im vergangenen Jahr für die Landesversammlung eine Resolution beantragt, in der Sondermüllverbrennung als gesundheitlich bedenklich verurteilt wurde. Nach einem Brief von Umweltminister Vetter hatte Große-Ruyken eine entschärfte Fassung vorgelegt, die die Vertreterversammlung zurückwies. Anfang März brachte Große-Ruyken erneut ei* nen Entwurf ein, der die Zustimmung des Umweltministers fand und in dem Sondermüllverbrennung für vertretbar gehalten wurde. Dies fand offensichtlich keine Zustimmung bei der Mehrheit der Ärzte in Südbaden. — (alk)