Heft 7 vom 04.04.1991 3/7 scan 2026-05-29

Proteste unterstützen IG Metall bei Tarifverhandlungen



Proteste unterstützen IG Metall bei Tarifverhandlungen

Am 31. März läuft der alte Lohntarif in der Metallindustrie aus und ein Angebot der Metallindustriellen zur Einkommenserhöhung bleibt aus. Noch — bis zum 28. April — ist die IG Metall an die Friedenspflicht gebunden, aber innerhalb und außerhalb der Betriebe häufen sich die Proteste. Hauptstreitpunkt ist eindeutig der Mindestbetrag von 280 DM. Vor der letzten Tarifverhandlung am 21. März in Fellbach dokumentierten Gewerkschafterinnen auf Pappschildern, wie ihre Haushaltsrechnung derzeit aussieht und wie nötig sie auf die Durchsetzung des Mindestbetrages angewiesen sind. Als die Metallindustriellen kein Angebot vorlegten, protestierten bei Mercedes-Benz, Behr, Bosch, SKF, Porsche und anderen Betrieben tausende Beschäftigte gegen das NullAngebot. Für alle Tarif-Beschäftigten bildet der Mindestbetrag von 280 DM insofern eine gute Barriere gegen Reallohnabbau, als der staatlichen Ausplünderung und der Lohnsenkung durch Konzerne eine relativ hohe Mindestmarke entgegengesetzt wird. — (ros)

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