Heft 13 vom 27.06.1991 3/13 scan 2026-05-29

DGB spricht sich gegen Firmen-Parkgebühren aus



DGB spricht sich gegen Firmen-Parkgebühren aus

Konstanz. Von CDU bis FGL scheinen sich in jüngster Zeit alle einig zu sein, wenn es um das Thema Parkgebühren geht. An je mehr Stellen und je höher, um so besser, so der Tenor von Grün bis Schwarz. Bislang letzter Gebührenstreich: Studierende und Beschäftigte. die mit dem Auto zur Vorlesung oder zur Arbeit kommen, müssen künftig auch Gebühren fürs Autoabstellen blechen. Konstanzer Firmen und die Stadt scheinen außerdem die Bewirtschaftung von Firmen-parkplätzen zu planen. Standardargument der Parkgebühren-Befürworter: So könne ein Umsteigen vom privaten PKW auf den öffentlichen Bus gefördert werden. In die Diskussion darum hat sich nun auch das DGB-Ortskartell eingeschaltet, und erfreulicherweise gegen Parkgebühren Stellung bezogen. "Arbeitnehmer, die auf das Auto angewiesen sind, weil sie in Konstanz die Mieten nicht mehr bezahlen können, dürfen nicht zusätzlicher zur Kasse gebeten werden", so Gisela Reitzammer-Maier. Ebensowenig wie Studierende, könnte man hier ergänzen. Bevor Arbeitnehmer auf Busse und Bahn umsteigen, müßten "zumutbare Wegzeiten“ geschaffen und die Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel gekoppelt werden. Und das Angebot der Bahn z.B. wird je nicht besser, sondern schlechter... — (jüg)

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