AusländerAusschuss berät über Skinhead-Überfall
Ausländerausschuß berät über Skinhead-Überfall
Ulm. Am 11.6. befaßte sich der Ausländerausschuß mit dem Überfall von Skinheads auf griechische Kinder, bei dem ein 13jähriger Junge krankenhausreif geschlagen worden war. Der vorsitzende Bürgermeister bog das Thema zurecht auf das Problem „Gewalt unter Jugendlichen“, besonders unterstützt durch die Darstellung des Jugenddezernatsleiters der Polizei. Er berichtete über Schlägereien, die Punks angezettelt hätten. Er berichtete über drohende Auseinandersetzung einer Clique von ausländischen Jugendlichen und Skins, die aber bisher nicht stattfanden; auch wurde diese sog. Clique nicht straffällig. Nichts berichtete er über die politische Zuordnung der Skins.
Trotz der Berichte des griechischen und des türkischen Vertreters, daß sie die Vorfälle für eine politische Angelegenheit halten, als Folge deutscher Ausländerfeindlichkeit, machten die meisten Redner Vorschläge, die verhindern sollten, daß ausländische Jugendliche kriminell werden. Unwidersprochen blieb so der Hetzbeitrag eines RepStadtrats, daß die Bevölkerung mit Recht Angst vor Ausländern habe, da ihre Kriminalität wesentlich höher sei als bei Deutschen. Der Ausschuß fordert nun eine ABM-Stelle zur Verstärkung der Streetworker, um pädagogisch auf die Skins einzuwirken. — (elr)