Heft 14 vom 11.07.1991 3/14 scan 2026-05-29

In eigener Sache



In eigener Sache

Die Kommunalen Berichte existieren nunmehr seit fast zwei Jahren. Wir denken, daß sich — trotz vieler Schwierigkeiten und auch Rückschläge — das Konzept, das diesem Blatt zugrundeliegt, als richtig erwiesen hat. Die Kommunalen Berichte sind entstanden als Projekt, in dem nicht ein ausgesuchter Kreis von Redakteurinnen für andere (die Leserinnen) schreibt, bzw. denen mitteilt, wo es lang geht; dieses Blatt sollte der Versuch sein, möglichst vielen die Gelegenheit zu geben, sich zu artikulieren. Es ging uns darum, die unterschiedlichen und vielfältigen Positionen, Vorstellungen und Ideen im linken Spektrum der Region zu Wort kommen zu lassen. Nicht als1 Selbstzweck, sondern um eine Verständigung und Zusammenarbeit zu fördern.

Dieses Konzept ist sicher nicht immer aufgegangen. So finden sich wichtige Teile der Linken — wie z.B. die feministische Bewegung — immer noch fast nicht im Blatt. Trotzdem denken wir, daß die Kommunalen Berichte einen Beitrag zur besseren Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Strömungen der Linken leisten konnten. Das zeigt uns nicht zuletzt die Resonanz: nicht daß die Abo-Zahlen explodiert wären, es ging jedoch in den letzten Monaten langsam, aber stetig bergauf.

Und trotzdem: Von dem Ziel, eine Zeitschrift zur (wechselseitigen) Berichterstattung, Diskussion und besseren Verständigung der Linken in unserer Gegend zu machen, sind wir noch weit entfernt. Deshalb, wollen wir an dieser Stelle noch einmal zur aktiven Beteiligung aufrufen: Die Kommunalen Berichte sind um so nützlicher und damit auch interessanter, je vielfältiger die darin veröffentlichten Berichte und geäußerten Meinungen aus der Linken.

Zu einer unerfreulichen Mitteilung sehen wir uns an dieser Stelle jedoch auch noch gezwungen. Ganz im Gegensatz zur Zahl der Abos hat sich die Finanzlage entwickelt. Es ist das alte Lied: das Projekt ist über die Einnahmen nicht zu finanzieren, Produktion, Vervielfältigung und Vertrieb verschlingen erheblich mehr Mittel, als wir einnehmen, trotz gestiegener Auflage. Das letzte Jahr konnten wir ein drastisches Defizit nur aufgrund von Spenden ausgleichen; im laufenden Jahr deutet sich ein mindestens ebenso hohes Defizit an. Um die Existenz des Blatts langfristig sichern zu können, sehen wir uns zur Erhöhung des .AboPreises gezwungen Statt 25 DM werden die 25 Ausgaben Kommunale Berichte im Jahr ab sofort 35 DM kosten. Für Leute, die diese Summe partout nicht aufbringen können, bieten wir ein ermäßigtes Abo von nach wie vor 25 DM an. die Redaktion

Linksrhein ist ein Dienst von Christof Mainberger in Konstanz und erhebt keine personenbezogenen Daten.