Zwei der Sharpeville Six sind frei
Zwei der Sharpeville Six sind frei
Joshua Khumalo und Oupa Diniso, die zwei jüngsten der sogenannten Sharpeville Six, wurden Anfang Juli aus dem Zuchthaus Pretoria. Südafrika, freigelassen. Auch bei den übrigen vier — Francis Mokhesi, Teresa Ramashamola, Reid Mokoena und Reginald Sefatsa — besteht laut Aussagen ihrer Anwälte die Hoffnung auf baldige Entlassung. Die sechs waren im Dezember 1935 trotz fehlender Beweise vom obersten Gericht Südafrikas des Mordes für schuldig befunden und zum Tode verurteilt worden. Aufgrund massiver weltweiter Proteste, unter anderem aller Widerstandsorganisationen Südafrikas, des südafrikanischen Gewerkschaftsdachverbands COSATU und der UNO wandelte die südafrikanische Regierung im November 88 die Todesstrafen schließlich in langjährige Haftstrafen um. Auch in Konstanz beteiligten sich viele Leute an diversen Protestaktionen. So gab es 1987 einen Spendenaufruf von AL, AStA. DGB, Volksfront, DKP und Konstanzer Schülerparlament zur Unterstützung der Angehörigen der Sharpeville Six; desweiteren mehrere Kundgebungen. Flugblattaktionen und Protestschreiben. Trotz dieser positiven Entwicklung im Fall der Sharpeville Six sollte jedoch nicht vergessen werden. daß noch immer hunderte politischer A Gefangener in Südafrikas Knästen ein- ~ sitzen, deren Freilassung bis jetzt nicht durchgesetzt werden konnte. — (ang)