Proteste gegen türkischen Staatsterror
Proteste gegen türkischen Staatsterror
In zahlreichen Städten protestierten Kurdinnen und Kurden gegen die jüngsten türkischen Massaker in Kurdistan. Das Massaker beging das türkische Militär in Diyarbakir während der Beerdigung des von Todesschwadronen ermordeten Vedat Aydin. Mindestens 20 Menschen wurden erschossen, hunderte verletzt. Aus Hubschraubern warf das Militär Bomben ab. Über 1000 Menschen werden vermißt. Gegen das Massaker finden täglich neue Protestaktionen in Nordwest-Kurdistan statt. In Karlsruhe und Stuttgart demonstrierten am Samstag, 13.7., rund 200 Kurdinnen und Kurden vor den türkischen Konsulaten. An beiden Konsulaten gingen Fensterscheiben und Türen zu Bruch. Die Polizei nahm 14 Leute fest. In Karlsruhe fand danach eine Demonstration statt. Am Montag, 15.7., nahmen 50 deutsche Leute an einer Kundgebung des Kurdistan Komitees Karlsruhe vor dem Konsulat teil. In Freiburg und Stuttgart begannen die kurdischen Vereine mit Hungerstreiks. In Stuttgart dauert dieser schon über eine Woche. Zahlreiche Organisationen protestierten gegen die türkischen Massaker, u.a. die Stuttgarter IG Medien, der DGB, der SPD- und Grüne-Landesverband, die Ärzte gegen Atomkrieg, der baden-württembergische AK Asyl. — (rub)