Heft 16 vom 08.08.1991 3/16 scan 2026-05-29

Sozialministerium bestreitet Bettenabbau in Heidelberg



Sozialministerium bestreitet Bettenabbau in Heidelberg

Heidelberg. Die Heidelberger SPDLandtagsabgeordnete Unger-Soyka und ein SPD-Stadtrat kritisierten öffentlich den drastischen Krankenhausbettenabbau in der Region Heidelberg. Nach dem Krankenhausbedarfsplan der Landesregierung sollen beinahe 300 Betten gestrichen werden — gut die Hälfte in den Unikliniken. In ihrer Stellungnahme werden jetzt schon Versorgungslücken aufgezeigt: Bei Tumoroperationen, rheumatischen Erkrankungen, Zustand nach Schlaganfall und Nierenerkrankungen. Besonders die Versorgungslage von chronisch Kranken und älteren Menschen werde sich drastisch verschlechtern. Das Sozialministerium konterte frech: Die Kritik sei „weder neu noch originell", und es bestritt den Abbau von 78 Betten in nicht-universitären Krankenhäusern in Heidelberg. „Da wird kein einziges Bett abgebaut." RNZ. 5.8.91 — (irs)

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