Aktionen zum Antikriegstag
#Aktionen zum Antikriegstag
Im folgenden ein paar Kurzberichte über Veranstaltungen des DGB und örtlicher Initiativen zum 1. September. — (evc) Heilbronn. Auf dem Friedensmarkt am den 31.8. gab es zahlreiche aktuelle Informationsstände von ai. Antifa-Bündnis, AK Asyl, Greenpeace und anderen. An einer Gedenkveranstaltung von DGB und Heilbronner Friedensgruppen am 1.9.91 nahmen über 100 Leute teil. Es sprach DGB-Kreisvorsitzender Klaus Rückert. Zum Thema Rüstungshaushalt und Bundeswehr äußerte er sich wie folgt: „Unsere Abgeordneten aus dem Unterland müssen bedrängt werden, damit sie sich für das Herunterfahren des Rüstungshaushalts in Deutschland und anderen Natoländern einsetzen ... Abgeordnete müssen bedrängt werden, damit sie den Einsatz der Bundeswehr außerhalb der vom jetzigen Grundgesetz vorgegebenen Grenzen in jeglicher Form ablehnen".
Karlsruhe. Bei einem Infostand des Bündnisses gegen weltweiten Bundeswehreinsatz am Samstag, 31.8. wurden 1000 Antikriegstagszeitungen verteilt. An der Kranzniederlegung des DGB am 1.9. beteiligten sich um die 70 Leute. Der Kreisvorsitzende des DGB wandte sich in seiner Rede scharf gegen die Pläne zur Beseitigung des Asylrechts und kritisierte die Aufrüstungspolitik der NATO und die geplante schnelle Eingreiftruppe.
Mannheim. Am 7.9. wird der 12. Friedensmarkt stattfinden unter dem Motto „Rüstet Mannheim ab“. Der DGB wird sich erstmals nicht beteiligen. Das erklärte der DGB-Kreisvorsitzende Nagel als Reaktion darauf, daß der Mannheimer Arbeitskreis für Frieden und Abrüstung Gregor Gysi eingeladen hat. Stuttgart. Etwa 100 Leute waren bei der Kranzniederlegung des DGB. Der Kreisvorsitzende der Deutschen Postgewerkschaft, Albert Engelmann, sprach sich gegen weltweite militärische Einsätze der Bundeswehr und eine Grundgesetzänderung, die dies legalisieren soll, aus. Waldkirch. Das Elztäler Komitee gegen den Krieg am Golf führte in Waldkirch eine Diskussionsveranstaltung mit 15 Leuten durch: „Der Golfkrieg — ein halbes Jahr danach". Die Ergebnisse des Krieges wurden anhand folgender Diskussionsbeiträge behandelt: Kriegspropaganda und Mediengleichschaltung; ungehinderte Rüstungsexporte der BRD auch weiterhin in die Golfregion und vor allem die Türkei; ökologische Auswirkungen des Golfkrieges; das WEU/KSZE-Krisenmanagement in Jugoslawien und die Brandstifterrolle der BRD. Die Lage in Palästina und in Kurdistan soll auf weiteren Veranstaltungen untersucht werden.